Pagoden Festival in Wat Pho Tanpra

 

 

Als ich in Yasothon ankam, wartete Tejapala, ein Thai-Bruder, den ich aus Myanmar kannte, schon auf mich. Wir hatten im Pa-Auk-Kloster in Burma einige Zeit zusammen im Wald gelebt. Ich freute mich sehr, ihn wiederzusehen! Was ich zu der Zeit noch nicht wusste, war, dass er für die kommenden Wochen mein Weggefährte sein würde.

dsc00599.jpgIm Kloster angekommen, war ich beindruckt von der neuen Pagode und von den vielen Besuchern, die an dem Festival teilnahmen. Etwa 200 Mönche und einige hundert Gäste waren gekommen.

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Die Atmosphäre im Kloster erinnerte mich an ein Musikfestival. Der Boden war größtenteils bedeckt mit Stroh. Überall standen Zelte und Mönche relaxten in Hängematten.

20151207_172213.jpgDen ganzen Tag über gab es Programm. Dhamma-Vorträge, Chanting, Gruppenmeditation und am Abend die große Parade. Jeden Abend dieselbe Zeremonie: eine große Schaar Mönchen und Laien kreisten mit Bannern, Kerzen und Räucherstäbchen um die Pagode und zelebrierten die Eröffnung. Schöner hätte der Auftakt meiner Thailandreise nicht sein können. Aber schaut doch selbst. Ich habe einige Videos gedreht und zusammengeschnitten.

Hier das offizielle Wat Photanpra-Pagoda-Celebration-video

 

 

Am nächsten Tag bat mich der Abt einen Dhamma-Vortrag zu halten. Ich war noch immer etwas benebelt von dem Jetlag (war ja 3 Tage und Nächte unterwegs mit Flieger und Bus), aber für einen Dhamma-Talk bin ich immer zu haben.

20151207_071050.jpgAlle waren gespannt, was der Farang-Monk (Ausländer-Mönch) wohl erzählen würde. Das Thema meines Talks war “Ich glaube nicht an den Buddha”. Zunächst war die Übersetzerin etwas schockiert. Wunderbar! Jetzt hatte ich die volle Aufmerksamkeit der Gemeinde. Ein Bruder hatte mich 5 Minuten vor dem Talk gefragt, ob ich denn an den Buddha glaube? Selbstverständlich hatte ich großes Vertrauen in unseren vollkommenen Lehrer und den wundervollen Pfad, den er darlegte. Buddhismus hatte für mich jedoch immer mehr mit Wissenschaft von Geist und Materie zu tun, als mit bloßem Glauben. So nahm ich das Thema spontan auf, um die verschiedenen Wege der Praxis von Ost und West darzulegen. Wir hatten viel Freude und eine spannende Diskussion im Anschluss.

dsc00706.jpgDie kommenden Tage waren voller intensiver Eindrücke, die wir auch auf Video festhielten. Ich hatte das Bedürfnis, dem Kloster etwas zurückzugeben. So machte ich mich an die Arbeit, Stunden von Videomaterial zu einem 10-Min.-Video zusammenzuschneiden. Ich erstellte eine Homepage für Wat photanpra um die Bilder und Videos mit allen Besuchern teilen zu können. 

Nach einer Woche war das Festival vorüber. Wir blieben noch ein paar Tage, um mit aufzuräumen und machten uns dann auf ins nahe gelegene Roi et, zu Tejapalas Heimatdorf.



 

Roi et

Es war ein kleines Kloster mit nur drei Mönchen und einer Hand voll Novizen. Es hatte sich schnell herumgesprochen, dass ein deutscher Mönch zu Besuch ist. Das Kloster lag in einem recht verschlafenen Dörfchen im Isan (abgelegenster Teil Thailands). Die meisten Bewohner hatten so etwas wie einen Farang-Mönch (Ausländer Mönch) noch nie gesehen.1454577826262.jpgDie kommenden Tage wurden wir zu Tejapalas Haus eingeladen, wo die ganze Dorfgemeinschaft zusammen kam, um dem Dhamma-Vortrag vom Farang-Bbhikkhu zu lauschen. Es schien ihnen zu gefallen. Am Ende boten sie uns an, ein paar Kutis (Mönchshütten) für uns zu bauen, damit wir ein kleines Kloster starten können. Das Angebot war rührend, aber wir hatten noch andere Pläne für die kommenden Wochen. Wir wollten auf Tudong-Wanderschaft in die Berge im Norden gehen.

1454577718343.jpgAm letzten Tag organisierten wir zusammen mit dem Abt noch einen Kinder-Meditationstag. Ich hatte kurz vor meiner Abfahrt in Buddhas Weg (meinem Kloster im Odenwald) noch ein ähnliches Programm organisiert. Insofern hatte ich die Kids-Meditationsübungen und Spiele noch frisch im Gedächtnis. Wir hatten eine Menge Spaß mit den Kids! Auch den Eltern gefiel das Programm, sie spendeten uns das Busticket nach Chiang Mai und die restliche Ausrüstung für unsere Wanderschaft.

Am Abend stiegen wir in den Bus nach Chiang Mai. Von dort aus war es noch eine 6-Stunden-Fahrt im Minibus hoch in die Berge von Mae Hong Son.

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